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10 gute Gründe

10 gute Gründe

Leserbrief von Stefan Marti – Aus folgenden Gründen werde ich an der Demonstration der Schaffhauser Lehrer am Montag nach den Ferien von 8-10 auf dem Herrenacker teilnehmen:

  1. Im Unterschied zu den meisten anderen Angestellten haben Lehrer erst  mit 57 eine Altersentlastung, nicht mit 50.
  2. Der Lehrerberuf insbesondere an der Oberstufe ist für Maturanden nicht mehr attraktiv. Der Verzicht auf Karriere und Boni sollte wieder wie früher mit guten Arbeitsbedingungen (Freizeit/Ferien/Lohn) kompensiert werden können.
  3. Trotz der zwölf Wochen Schulferien ist es belegt, dass Lehrer im Durchschnitt drei Wochen unbezahlte Überstunden leisten.
  4. Schaffhausen hat zwei Mal so gut wie die Finnen in PISA abgeschnitten. Wo bleibt die Belohnung?
  5. In Schaffhausen genügt ein Sekundarlehrerdiplom SFA ab 2012 nicht mehr um Englisch zu unterrichten. Auch Cambridge Proficiency Zertifikate, die vor 2003 gemacht wurden, gelten nicht mehr. Damit wurden viele bestandene Lehrkräfte vergrault.
  6. Gratis habe ich die Internetseite unserer Schule aufgebaut und betreibe diese seit fünf Jahren. Vor zwei Jahren habe ich die kantonale Weiterbeildung zum Informatiklehrer absolviert aber den zweistündigen Kurs zur Einführung in die entsprechende CD verpasst. Deshalb macht mir Schaffhausen seit anderthalb Jahren einen Lohnabzug bei den Informatikstunden.
  7. Neben dem höheren Lehramt im Zeichnen habe ich ein Diplom der Schule für Soziale Arbeit Zürich. Trotzdem darf ich Lebenskunde nicht ohne Abzug unterrichten! Ein deutscher Kollege hat in der Lehrerausbildung ‚Politik’ belegt und bekommt einen Abzug, wenn er Geschichte (an der Real!) unterrichtet. Eine andere Kollegin musste im Alter von 60 Jahren für den Unterricht mit Hilfsschülern(!)  im Französisch das Niveau Dalf C1 nachholen, damit ihr kein Lohnabzug mehr gemacht wird! Eine weitere Kollegin hat sich zur Verfügung gestellt neu auch Geografie zu unterrichten, weil es schwierig ist jemanden für zwei Wochenstunden zu finden und es auch Sinn macht, solche ‚Lücken’ innerhalb des Teams zu füllen. Ihr erhebliches zusätzliches Engagement wird mit einem Lohnabzug ‘belohnt’!
  8. Die Sekundarklassen in der Stadt sind mit 24 bis 26 Schüler zu Beginn der Probezeit seit Jahren zu gross.
  9. Junglehrer müssen Stunden in der ‚Praxisgruppe’ absitzen, auch wenn sie finden, dass ihnen diese nichts bringt. Sobald sie sich nach einem halben Jahr eingearbeitet haben, erfahren sie, dass ihre Stelle wieder ausgeschrieben wird.
  10. Für externe Evaluation, Begabtenförderung oder ein kantonseigenes Zeugnisprogramm ist Geld da. Nicht aber für die Lehrerschaft.

Stefan Marti, Lehrer für Zeichnen, Englisch, Geometrisch Zeichnen und Informatik an den Sekundarschulen Bach und Buchthalen Schaffhausen

 

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Matinée in der Sonne Benken

Matinée in der Sonne Benken

Klar! Schaffhausen – Matinée in der Sonne Benken – Sonntag, 12. Februar 2012, Beginn 11.15 Uhr
Infos, Songs & Energie mit Aernschd Aernschd Born vereint in seinen Songs Hintersinn und Lieder über Umwelt und was wir daraus machen.
Zusammen mit Infos über die Arbeit von NWA (Nie Wieder und TRAS (Trinationaler Atomschutzverband), über Erkenntnisse Begebenheiten gibt es ein volles Energieprogramm!
Sie sind herzlich eingeladen!
Sterntreffen Benken, Kernfrauen Weinland, Klar! Schweiz
Eintritt frei, Kollekte
Das Gasthaus Sonne bietet anschliessend Mittagessen Matinée in der Sonne Benken
Sonntag, 12. Februar 2012, Beginn 11.15 Uhr
Matinee Aernschd Born 2012-02-12


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Ein “goldiger” Mensch und vorbildlicher Politiker

Ein “goldiger” Mensch und vorbildlicher Politiker

Nachruf für Heini Schweizer verfasst von alt Regierungsrat Ernst Neukomm -
Heini Schweizer, der Goldschmied, gehörte zu den bekanntesten Schaffhausern seiner Zeit. Er war von vielen geschätzt und bei denen, die ihn gut kannten, auch sehr beliebt. Ganz besonders war dies der Fall in der Unterstadt, wo er als tüchtiger Berufsmann ein Goldschmiedeatelier führte. Sein Geschäft lief gut, nicht nur weil er sehr schönen Schmuck herstellen konnte, sondern weil er stets auch einfühlend auf die Wünsche seiner Kundschaft einzugehen vermochte. Auf diese Weise gelang es ihm Vertrauen aufzubauen, so dass ihm viele Kunden bis zu seiner Pensionierung treu geblieben sind. Diese rekrutierten sich aus allen Bevölkerungsschichten. Obwohl er in Schaffhausen als überzeugter und aktiver Sozialdemokrat “alter Schule” bekannt war, mochten ihn auch politisch Andersdenkende, weil sie seine ehrliche, frohe Art und seinen hilfsbereiten und fleissigen Einsatz in vielen Vereinen schätzten.
Zu den Sozialdemokraten stiess Heini Schweizer in jungen Jahren. Ich lernte ihn 1951 in der Sozialistischen Fraktion des Jugendparlaments kennen. Ein Jahr später schloss er sich der Stadtsektion der SP an. 1960 bis 1964 und 1972 bis 1976 vertrat er die SP im Grossen Rat. 1952 bis 1972 engagierte er sich für seine Wohngemeinde im Grossen Stadtrat.
Er stellte darüber hinaus seine Arbeitskraft in den Dienst diverser Vereine. Nach der Neugründung der Schaffhauser Wanderwege im Jahr 1975 amtierte er für 13 Jahre erfolgreich als deren Präsident. In Frondienst und mit viel Idealismus wurde in dieser Zeit das Wanderwegnetz erweitert und die Markierungen verbessert. Der Mitgliederbestand von anfänglich 160 konnte verdoppelt werden. Dank guter Werbung wurde das Wandern in unserem Kanton immer beliebter.
Sehr am Herzen lagen Heini Schweizer auch die SATUS-Turnvereine. Er präsidierte deren Stadtsektion und den Kantonalverein. Diese anspruchsvollen Aufgaben bereiteten ihm grosse Freude und er hat bei der SATUS-Turnerfamilie zahlreiche gute und treue Freunde gefunden.
Über seinen enormen gemeinnützigen Einsatz einmal befragt, meinte er, dass er nur ein nützliches Glied in unserer Gemeinschaft sein möchte. Dies ist ihm eindrücklich gelungen. Gerade auch deshalb werden ihn viele vermissen.
Am vergangenen Montag ist Heini Schweizer im Alter von 87 Jahren im Kantonsspital Schaffhausen verstorben.
Ernst Neukomm

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Kein Atommüll im kleinen Paradies

Kein Atommüll im kleinen Paradies

Von Grossstatdrat Urs Tanner -

Demo in Schaffhausen vom 28-1-12; 14 Uhr

Entsetzt und besorgt über das chaotische Vorgehen der Nagra führen wir eine Demo gegen den Atommüll und gegen Atomstrom in der Region SH am 28.1.12. durch.

Bevor über oberirdische Bauten diskutiert werden kann, muss man zuerst einmal die Standorte der Tiefenlager kennen.

Im Moment sehen die Planungsspiele der NAGRA so aus:

Mittelradioaktiver Abfall im Kanton SH, hochradioaktiver Abfall im Weinland; Oberflächenanlagen in
Beringen, Wilchingen-Hallau, Rheinau, Marthalen und Schlatt.

Wir wehren uns mit einer Demo gegen dieses undemokratische und unseriöse Vorgehen.

Wir sind auch der Meinung, dass nach dem Atomausstieg der geologisch geeignetste Ort in der Schweiz
ausgewählt werden muss. Aber nicht so.

Für das Komitee SP/AL/JUSO/klar SH

Urs Tanner
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Ein Ja zur eidgenössischen Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“

Ein Ja zur eidgenössischen Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“

Von Köbi Koch – Tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt und die zunehmende Hektik am Arbeitsplatz, hervorgerufen durch den hohen Wettbewerbsdruck rufen nach einem Ausgleich für die Arbeitnehmenden. Die Arbeitsproduktivität ist in den letzten 20 Jahren um 21.5% gestiegen, die Löhne in dieser Zeit jedoch nur um 4.3%.

Dem steigenden Termindruck, dem immer höheren Arbeitstempo und der Verfügbarkeit rund um die Uhr müssen genügend Zeiten der Ruhe und Erholung gegenüber stehen, wenn die Gesundheit der Arbeitnehmenden keinen Schaden leiden soll. 80 Prozent der Arbeitnehmenden leiden unter Stress am Arbeitsplatz. Herz- und Kreislaufprobleme, Kopf- und Rückenschmerzen nehmen stark zu und diese Stressleiden kosten die Schweiz heute ca. 10 Mia. Franken pro Jahr. Anderseits erhöht eine zusätzliche Ferienwoche die Lohnsumme um ca. 6 Mia. Franken.

Die Ferienansprüche sind heute ungleich verteilt, Menschen mit tiefem Einkommen haben meist weniger Ferien, deshalb unterstützen wir die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“. 

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Die Generation Abzocker hat gewonnen

Die Generation Abzocker hat gewonnen

Nationalrat Hans-Jürg Fehr über die Hintergründe zur „Affäre Hildebrand“. -

Philipp Hildebrand ist über unzulässige Devisentransaktionen gestolpert, aber er ist nicht deswegen gefallen. Die Gründe für seinen Rücktritt sind nicht die Hintergründe. Der abgetretene Nationalbankpräsident ist das Opfer jener mächtigen Generation Abzocker im Umfeld der Schweizer Grossbanken, denen er zu sehr ins Gehege kam. Hildebrand und sein Team haben die UBS nicht nur vor dem Untergang gerettet, sie haben immer auch mit der gebotenen Deutlichkeit gesagt, was sie vom gescheiterten Topmanagement hielten – dass es nämlich aus überbezahlten Nieten bestand. Das tat den zum Rücktritt genötigten Herren natürlich weh, und von diesem Moment an begann die Operation Rache zu laufen. Hildebrand und sein Team haben im Gegensatz zu den unbelehrbaren Chefs der Grossbanken die Konsequenzen aus dem Mega-Crash der Finanzplätze gezogen und für Regulierungen plädiert, die eine Wiederholung solch katastrophaler Abstürze verunmöglichen sollten. Sie haben nicht nur dafür plädiert, sondern sich auf nationaler wie internationaler Ebene aktiv und erfolgreich für strengere Regulierungen eingesetzt. Sie haben den Herren die Weste zu getan. Sie erschwerten ihnen das Spekulieren mit fremdem Geld, das ihnen ihre gigantischen Boni bescherte. Es gab zum Beispiel während der ganzen Zeit, in der die Politik in der Schweiz mit Unterstützung der SNB an einem Gesetz arbeitete, das die Grossbanken zu einem Verhalten zwingt, das ihnen widerstrebt, hinter den Kulissen anhaltend heftigen Widerstand von eben diesen Kreisen. Für sie war Hildebrand der Mann, der ihren früher übergrossen Einfluss auf die bürgerlichen Fraktionen des Parlaments so zurückstutzte, dass das Gesetz durchkam. Die einzige Fraktion, die der Grossfinanz treu blieb und das Gesetz ablehnte, war die SVP. Aus ihren Reihen stammen logischerweise all die Männer, die Jagd auf Hildebrand machten. Sie hatten es ein Jahr zuvor schon mit einer über mehrere Woche geführten Schmutzkampagne ihres Hoforgans „Weltwoche“ versucht. Das damalige Scheitern verstärkte den Rachedurst  so sehr, dass sie sich sogar an dem von ihnen angebeteten Heiligtum Bankgeheimnis vergriffen, um nochmals zuschlagen zu können. Christoph Blocher ist der bekannteste und mächtigste Vertreter der Generation Abzocker. Seine Ankündigung, der Abschuss Hildebrands sei erst der Anfang, muss ernst genommen werden. Es geht diesen Kreisen um mehr als um Personen, es geht ihnen um die Macht in diesem Staat, die sie früher vom Paradeplatz aus so ungehindert ausüben konnten.

Beitrag für die SN vom 14. Januar 2012 zur Affäre Hildebrand

Der Triumph der Abzocker

Von Hans-Jürg Fehr

Als Oswald Grübel nach seiner Ernennung zum neuen CEO der UBS verkündete, die gescheiterte Grossbank wolle bald wieder eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent erzielen, war klar, dass es im gleichen Stil weiter gehen sollte wie vor dem Absturz. Und als letztes Jahr in London ein UBS-Banker zwei Milliarden Franken in den Sand setzte wurde klar, dass es tatsächlich im gleichen Stil weiter gegangen war. Grübel war beileibe nicht der einzige, der aus dem Beinahe-Untergang seiner Bank nichts hatte lernen wollen, er war vielmehr der typische Vertreter der Generation Abzocker, die weiter machen wollte wie vorher. Philipp Hildebrand aber wollte sie nicht weiter machen lassen. Er war weltweit eine der herausragenden Figuren beim Versuch, die schlimmsten Folgen des Versagens der Grossbanken-Manager zu lindern, und beim Versuch, mit neuen griffigen Regulierungen eine Wiederholung solcher Katastrophen zu verhindern. Hildebrand nahm nie ein Blatt vor den Mund, wenn es galt, die dramatischen Dimensionen des Zusammenbruchs der Finanzmärkte zu beschreiben, die Verantwortlichen beim Namen zu nennen und die Gründe für die Megakrise sauber und ohne falsche Rücksichtnahmen zu analysieren. Hildebrand personifizierte die Rettung der UBS mit 60 Milliarden Franken der Nationalbank und er personifizierte in erheblichem Mass auch die darauf folgende Gesetzgebung („too big to fail“). Sie verlangt den Grossbanken Strategiewechsel ab, zwingt sie zu massiver Erhöhung des Eigenkapitals und empfindlichen Renditereduktionen. Die beiden Grossbanken wehrten sich vor allem hinter den Kulissen gegen diese Politik, aber sie waren von der von ihnen mitverursachten Krise so geschwächt, dass sie sich erstmals seit sehr langer Zeit beim Bundesrat und bei den bürgerlichen Parteien nicht mehr durchsetzen konnten. Philipp Hildebrand verkörperte damit auch eine Machtverschiebung von den Teppichetagen am Zürcher Paradeplatz ins Berner Bundeshaus, von den Marktmächtigen zum Staat.

Diese Machtverschiebung soll rückgängig gemacht werden, und das funktioniert nur, wenn der starke Gegner geschwächt wird. Darum musste Hildebrand weg. Nur die SVP hatte sich bis zuletzt gegen die neuen gesetzlichen Bestimmungen gewehrt. Sie lieferte damit den Beweis ihrer engen Verfilzung mit der Grossfinanz, und einige ihrer Exponenten übernahmen die Rolle der Exekutoren (Blocher, Lei, Köppel). Die erste massive Kampagne gegen Hildebrand wurde von der „Weltwoche“ schon im Jahr 2010 gefahren als von unzulässigen Devisentransaktionen noch keine Rede war. Man glaubte Hildebrand fällen zu können, weil die Nationalbank kurzfristig im Kampf gegen den zu starken Franken erhebliche Buchverluste eingefahren hatte und deshalb als unfähig hingestellt werden konnte. Blocher und andere forderten schon damals seinen Kopf. Die Kampagne verpuffte, weil die Buchverluste bald wieder wettgemacht waren. Mit dem Beschluss der Nationalbank, den Franken-Kurs bei 1.20 zu halten, gewann Hildebrand nochmals an Ansehen in weiten Kreisen der Bevölkerung. Er war auf seinem Terrain nicht zu schlagen, also musste eine andere Schwachstelle gesucht werden. Man fand sie mit Hilfe einer kriminellen Aktion (Verletzung des Bankgeheimnisses). Phase eines der Rückeroberung der verlorenen Macht ist erfolgreich abgeschlossen. Weitere folgen.

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Neujahrsempfang der SPD Engen

Neujahrsempfang der SPD Engen

Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Ortsverein Engen, Pressemitteilung

Fair Trade

Abgeordnete spricht in Engen

Beim diesjährigen Neujahrsempfang der SPD Engen sprach Rita Schwarzelühr-Sutter, MdB über „Fair Trade“ und dessen Bedeutung für eine weltweite soziale Gerechtigkeit. Eindrucksvoll schilderte die dynamische Politikerin ihre Sicht auf den Welthandel und den „Fair Trade“ vor dem sehr zahlreich erschienenen Publikum. Am Beispiel des Kakaoanbaus erläuterte sie unter welchen sozialen Bedingungen dieser Agrarrohstoff angebaut wird.

„Mehr als die Hälfte des Kakaos, der in Deutschland verarbeitet wird, stammt von der Elfenbeinküste“, schilderte die Bundestagsabgeordnete und führte weiter aus: „Dort leben circa 6 Millionen Menschen von der Kakaoernte. Allerdings können sie nur das Existenzminimum erwirtschaften.“ Unsichere und schwankende Einkommen der Kakaobauern sind mit eine Ursache für die schlechten Arbeitsbedingungen und die zum Teil sklavenartige Kinderarbeit auf den Plantagen. Nach Angaben der United Nations Conference on Trade And Development leben 95% aller Kakaobauern unterhalb der Armutsgrenze. Ein Grund dafür sind Preisspekulationen an den Terminbörsen neben dem starken Preisdruck der Kakaokonzerne. Die stark schwankenden Weltmarktpreise für Kakao führen dazu, dass aus dem Lebensmittel ein hochgradig spekulatives Anlageobjekt wird. Die Preise bilden sich nicht mehr durch die Regeln des Marktes, sondern durch Vorhersagen von Analysten. Für sie zählt nicht das Nahrungsmittel, sondern alleine der mögliche Gewinn durch Preisschwankungen. Dass sie mit ihren Spekulationen Hungersnöte in armen Ländern auslösen, sei ihnen gleichgültig. Rita Schwarzelühr-Sutter forderte daher vehement, den Spekulationen mit den Grundnahrungsmitteln der Menschheit einen Riegel vorzuschieben. Sie fordert feste Regeln und mehr Transparenz beim Handel mit Rohstoffen.
Durch den gezielten Kauf von Fair-Trade Produkten könne jeder Verbraucher direkt Einfluss nehmen und seinen Teil zur sozialen Gerechtigkeit beitragen. „Das Fair Trade-Siegel garantiert, dass beim Anbau des Kakaos soziale und ökologische Mindeststandards eingehalten wurden“ erklärte die SPDBundestagsabgeordnete. Die Zertifizierung würde regelmäßig überprüft. Teilnehmende Bauern erhielten durch Fair Trade einen garantierten Mindestpreis, der ihnen ein menschenwürdiges Mindesteinkommen sichert, sowie Prämien, mit denen Sozialleistungen finanziert werden. Im Gegenzug müssten die Bauern ihre Kinder zur Schule schicken. Es dürften keine Kinder unter 15 Jahren als Arbeiter angestellt werden und Jugendliche unter 18 Jahren dürften nicht mit gefährlichen Chemikalien arbeiten oder gesundheitsschädigende Tätigkeiten ausüben.

Die zweite Hälfte der Veranstaltung war geprägt von einer lebhaften Diskussion und dem vorgezogenen Dank von Bürgermeister Moser an Wolfgang Pietzek für seine Dienste als Stadtrat. Dieser tritt von seinem Amt zurück. Die Entscheidung über die Annahme der Kündigung stehe jedoch noch aus. Weitere Informationen werden in der nächsten Sitzung des SPD Ortsvereins Engen bekannt gegeben.

Wolfgang Pietzek
Jahnstr 20
D 78234 Engen
Tel: (+49) 0 7733 501 49 16 eMail: wolfgang.pietzek@spd-engen.de
Fax: 0 7733 501 49 18 http://www.spd-engen.de
Sparkasse Engen-Gottmadingen KtoNr.: 5241476 BLZ: 69251445
Volksbank Hegau KtoNr.: 983101 BLZ: 69290000

 

 

 

 

 

 

 

Foto v.links nach rechts:
Johannes Moser, Bürgermeister Engen; Peter Neukomm Stadtrat Schaffhausen; Wolfgang
Pietzek, SPD Stadtrat; Andres Bächtold, Großstadtrat und SP Präsident Schaffhausen; Rita
Schwarzelühr-Sutter, MdB; Hans-Peter Storz, MdL; Peter Käppler, Stadtrat Schaffhausen

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Wird Schaffhausen die Wende schaffen?

Wird Schaffhausen die Wende schaffen?

Vom Webmaster – Wird in Schaffhausen bald die ganze Bevölkerung im Ständerat vertreten sein, oder muss ein grosser Teil der Schaffhauser weitere vier Jahre auf politische Ausgewogenheit warten?

Ab 14 Uhr können Sie erste Resultate zum zweiten Wahlgang zur Ständeratswahl auf der Seite des Kantons Schaffhausen erhalten:
-> hier klicken

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Soziales Gedankengut in den Ständerat!

Soziales Gedankengut in den Ständerat!

Leserbrief von Ida und Hans Reich, Beringen – Jetzt ist die beste Zeit, nach Esther Bührer, mit Matthias Freivogel die Person im Ständerat zu platzieren, die sich u.a. wieder stark und kompetent für die sozialen Anliegen in Bern einsetzen wird. Matthias Freivogel ist dossiersicher und dadurch in der Lage, mit guten Argumenten die Interessen von uns Schaffhauserinnen und Schaffhauser in Bern bestens zu vertreten.
Wir kennen Matthias Freivogel als sachlichen und falls notwendig gegenüber guten Argumenten aufgeschlossenen Politiker. Wir sind überzeugt, dass er zusammen mit Hannes Germann das beste Gespann ergibt, welches wir zum Wohle unseres Kantons nach Bern schicken können.
Wir möchten eine sichere Zukunft, für uns, unsere Kinder und Kindeskinder, darum wählen wir mit Überzeugung Matthias Freivogel!
Ida und Hans Reich, Beringen

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Keine einseitige Vertretung in Bern

Keine einseitige Vertretung in Bern

Leserbrief von Stadtrat Peter Neukomm – Es kann doch nicht sein, dass drei von vier Vertretern des Kantons Schaffhausen im Bundesparlament schlussendlich in der SVP-Fraktion landen. Genau dieses Szenario droht aber beim zweiten Wahlgang zur Ständeratswahl, wenn Thomas Minder gewählt würde. Damit wären die Interessen der Bevölkerungsmehrheit unseres Kantons, der mittleren und unteren Einkommen, der Arbeitnehmenden, der Rentnerinnen und Rentner im Bundeshaus völlig untervertreten. Ich will einen Ständerat, der sich für sichere und leistungsfähige Sozialwerke, für eine gerechte Steuerpolitik und gegen einen Rentenabbau bei der Altersvorsorge einsetzt. Ich will einen Vertreter in Bundesbern, der sich für eine fortschrittliche Umwelt- und Energiepolitik, für einen Atomausstieg und vor allem gegen ein Atommüllendlager in der Region Schaffhausen engagiert. Das alles garantiert nur ein Kandidat. Dieser heisst Matthias Freivogel. Er hat mit seinem langjährigen, äusserst engagierten Einsatz für unseren Kanton bewiesen, dass er das Vertrauen des Schaffhauser Volkes auch als Ständerat verdient.

Peter Neukomm, Schaffhausen

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