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1. Mai-Rede von Werner Bächtold

1. Mai-Rede von Werner Bächtold

Rede zur 1. Mai Feier 2012 von werner Bächtold – Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen

Wir feiern heute zusammen den Tag der Arbeit und der Solidarität. Ich werde heute auf zwei sehr aktuelle Themen eingehen: Die Solidarität und das Endlager für radioaktive Abfälle.

Ich beginne mit der Solidarität. Mit Solidarität meine ich einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Hilfsbereitschaft innerhalb der Arbeiterbewegung, andererseits aber auch in einem umfassenderen Sinn das Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens, ein Gefühl von Einzelpersonen und Gruppen,  zusammen zu gehören, füreinander einzustehen.

Leider leben wir in einer Zeit, in der sich eine Bevölkerungsgruppe von dieser umfassend verstandenen Solidarität verabschiedet hat – die Reichen und die Superreichen. Die Besitztümer waren noch nie so ungleich verteilt wie heute, der Trend, dass die Reichen auf Kosten der Armen immer reicher werden, ist ungebrochen! Und das spielt sich nicht nur im globalen Massstab, sondern auch lokal ab, allerdings etwas subtiler. Unser Kanton, unser kleines Paradies, steht für die einen überraschend vor einem unvorstellbar defizitären Staatshaushalt. Die finanzielle Lage des Kantons ist ziemlich ungemütlich.  In diese Lage, so behauptet die bürgerliche Regierungsmehrheit, sind wir gekommen, weil auf der Einnahmenseite unerwartet grössere Beträge fehlen. Als Beispiele werden die Dividende der AXPO, die Gewinnausschüttung der Nationalbank und die direkte Bundesteuer genannt. Es stimmt, hier fehlen Beträge in Millionenhöhe. Was von den Bürgerlichen aber verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass unser Kanton im vergangenen Jahrzehnt die Steuern in jährlich erfolgten Schritten immer weiter gesenkt haben. Mit Stolz verkünden sie heute noch, es sei gelungen, die Steuern um jährlich 75 Millionen zu senken! Wer hat von diesen Steuersenkungen hauptsächlich profitiert? Nicht die unteren Einkommen oder der Mittelstand und die Familien, sondern die Unternehmen, denen die Steuern in einem einzigen Schritt halbiert wurden und die Reichen und Vermögenden. Mit diesen Steuersenkungen wurde der Entsolidarisierung der Gesellschaft Vorschub geleistet und man liess sich erpressen durch die Drohung, man ziehe einfach weg in ein steuergünstigeres Domizil! Nun stehen wir wie gesagt da mit tiefroten Zahlen. Der Weg, um wieder aus der Defizitwirtschaft herauszukommen, führt gemäss der bürgerlichen Mehrheit nicht über Steuererhöhungen. Er führt über Sparprogramme und unsoziale Gebührenerhöhungen, welche in erster Linie die grosse Mehrheit der Menschen mit mittleren und tiefen Einkommen – also wir alle – zu tragen haben! Die Schere zwischen den Reichen und dem Rest der Bevölkerung wird also weiter aufgehen!

Um zu erläutern, wie das vor sich geht, bringe ich zwei Beispiele:

1. Ende 2011 brachte die Regierung eine Vorlage in den Kantonsrat, mit der die Krankenkassenprämienverbilligung gesenkt werden sollte. Ein Sparvorschlag, der bis hart an die Schmerzgrenze ging. Der bürgerlichen Mehrheit war das nicht genug. Sie hat die Verbilligung weiter gesenkt und gedroht, damit sei man noch lange nicht am Ende! Dabei trat eine Rücksichtslosigkeit und Kaltschnäuzigkeit zu Tage, die ich in meiner politischen Tätigkeit noch nicht erlebt habe. Mir lief es kalt den Rücken hinunter! An der gleichen Ratssitzung wollten die ganz Unverfrorenen den Vermögenden die Steuern senken! Also klassische Umverteilung, man nimmt dem Mittelstand und gibt den Reichen. Wer sind die Leidtragenden solcher Umverteilungen? Es ist Otto Normalverbraucher, es sind die Familien! Manch einer unter uns wird  ab diesem Jahr ein paar Tausend Franken weniger zur Verfügung haben, viele wird das sehr schmerzen. Die AL und die SP haben inzwischen dafür gesorgt, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne zu diesem Kahlschlag das letzte Wort haben werden. Gemeinsam haben wir in Rekordtempo weit über 1000 Unterschriften gesammelt und dabei gespürt: Die Empörung in der Bevölkerung ist riesig – stoppen wir gemeinsam diese Politik!

2. Seit Jahren verhindert die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat, dass die Personalkosten kontinuierlich so erhöht werden, dass die Mitarbeitenden in der Verwaltung die ihnen zustehenden moderaten Lohnerhöhungen erhalten und das vorgesehene Lohnbandmaximum erreichen, bevor sie 100 Jahre alt sind. Die Lehrerinnen und Lehrer haben ihre diesbezüglichen Forderungen kürzlich auf dem Herrenacker sehr deutlich artikuliert und unterdessen wurde eine Volksmotion nachgeschoben. Ich möchte betonen: Nicht nur unsere Lehrerinnen und Lehrer, das ganze Staatspersonal inklusive der Rentnerinnen und Rentner, sind davon betroffen, dass wegen der Steuersenkungen die berechtigten Lohnansprüche der aktiven ArbeitnehmerInnen respektive der Teuerungsausgleich für unsere RentnerInnen immer wieder verschoben werden. Und was fällt unserer Finanzministerin und obersten Personalchefin zu diesem Thema ein? Ich zitiere aus den Schaffhauser Nachrichten vom 13. April: „Wir haben mit dem Lohnsystem gute Erfahrungen gemacht“ und „wir können nicht gleichzeitig ein Sparpaket ankünden und die Löhne erhöhen“. Zynischer, liebe Genossinnen und Genossen, geht es nicht. Das Personal muss seit Jahren, nicht erst dieses Jahr, auf Lohnerhöhungen ganz oder teilweise verzichten. Dieses Jahr ist das Sparpaket der Grund, in anderen Jahren fand man andere Gründe, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt! Eine bürgerliche Regierungsmehrheit, die so argumentiert, hat sich aus der Sozialpartnerschaft verabschiedet. Die öffentliche Hand hat in Sachen Fairness gegenüber den Angestellten eine Vorbild- und Vorreiterfunktion. Weil es für alle Werktätigen wichtig ist, wie sich der Staat in Lohnfragen verhält, fordern wir ein transparentes Lohnsystem und faire Löhne und Renten statt Steuersenkungen für die Reichen! Ganz nach dem Motto des heutigen 1. Mai: Mehr Schutz, mehr Lohn, mehr Rente!

Nebst den Steuersenkungen, welche die Entsolidarisierung unserer Gesellschaft fördern, haben wir mit einem weiteren Problem zu kämpfen. In all den Jahren, in denen mit grosser Kelle Steuergeschenke verteilt wurden, hat unser Kanton viel zu wenig in den Erhalt und die Erneuerung der Infrastruktur investiert. Heute stehen wir vor riesigen und dringend notwendigen Investitionen, die in der desolaten Finanzlage  ganz schwer zu finanzieren sind. Die Erneuerung und der Ausbau unseres Systems für den öffentlichen Verkehr ist mit dem Agglomerationsprogramm zwar aufgegleist. Weitere Grossinvestitionen wie das Polizei- und Sicherheitszentrum und die unaufschiebbare Erneuerung des Kantonsspitals stehen aber ebenfalls auf der Traktandenliste. Das sind alles grosse Brocken und kosten zusammen gegen 500 Millionen Franken. Das ist aber noch nicht alles. Ganz dringend und ebenso unaufschiebbar für Familien und allein Erziehende ist die Schaffung von bedarfsgerechten Tagesstrukturen und von bezahlbarem Wohnraum.

Unser Kanton steht vor grossen Herausforderungen. Diese können wir nur meistern, wenn wir zusammenstehen und der Entsolidarisierung ein Ende bereiten. Für alle statt für wenige.

Zum zweiten Thema, dem Endlager, muss ich nicht viel sagen, da sind wir uns einig. Wir alle wollen dieses Lager nicht! Weder im Klettgau noch anderswo. Leider wurde bei der letzten Revision des eidgenössischen Kernenergiegesetzes das Mitbestimmungsrecht der Kantone gestrichen. Viele von uns engagieren sich stark und erfolgreich im Mitwirkungsverfahren und sehen sich dort einem gut bezahlten Expertenteam der NAGRA gegenüber. Obwohl unsere Leute die überzeugenderen Argumente haben als die NAGRA, haben wir zur Standortfrage letztendlich nichts zu sagen, entschieden wird in Bern! Heute fordern wir: Gebt uns unser Mitbestimmungsrecht zurück! Wir wollen nicht, dass ein Endlager gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung gebaut wird!

Am kommenden Montag werden wir im Kantonsrat eine Motion deponieren, in der wir per Standesinitiative unser Mitbestimmungsrecht in der Endlagerfrage zurückfordern.  Es ist eines demokratischen Staates unwürdig, wenn die Regionen in einer derart zukunftsträchtigen Frage mundtot sind. Wir sind mit unserer Forderung nicht allein. Im Kanton Zürich ist die gleiche Forderung im Kantonsrat hängig, im Kanton Nidwalden ist sie bereits beschlossen. Wenn wir es schaffen, dass mehrere Kantone solidarisch dasselbe fordern, wird unser Gewicht bei den eidgenössischen Räten so gross, dass sie sich in unsere Richtung bewegen müssen!

Zum Schluss noch dieses: Im Herbst sind Gesamterneuerungswahlen. Mit unseren Stimmen können wir dafür sorgen, dass es die reaktionären Kräfte mit ihrer unsolidarischen Politik in Zukunft schwerer haben werden. Aber nur, wenn wir alle an die Urnen gehen und unsere Freundinnen und Bekannten gleich mitnehmen. Heraus zum 1. Mai, heraus in den Wahlkampf! Zeigen wir ihnen die rote Karte!

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Klares Ja zu Rhybadi „Midi“

Klares Ja zu Rhybadi „Midi“

SP-Mitgliederversammlung, von Anja Marti-Jilg - Die Mitglieder der SP Stadt Schaffhausen beschlossen an ihrer letzten Mitgliederversammlung mit klarer Mehrheit bei nur vereinzelten Enthaltungen die Ja-Parole für die Variante „Midi“ bei Rhybadi Renovierung. Trotz des launigen und temperamentvollen Vortrags von Matthias Freivogel, der sich per Referendum für eine Minimalvariante bei der Rhybadi-Renovierung einsetzt, folgten die SP-Mitglieder damit „Ihrem“ Stadtrat Peter Käppeler, der die Vorlage präsentierte.

Matthias Freivogel gab die Parole aus „Die Rhybadi soll für die Badenden da sein“ und wehrte sich damit gegen seiner Ansicht nach zu viel Raum für andere Nutzungen. Er plädierte für eine Stimmfreigabe, weil in der Partei Platz genug sein solle für beide Varianten. Er konnte mit dieser Haltung aber nur vereinzelte Mitglieder hinter sich bringen und so wurde die Ja-Parole beschlossen.

Die Mitglieder entschieden an der gleichen Sitzung auch, neben der bereits gesetzten Präsidentin Kathrin Huber Ott nur noch eine weitere Kandidatin für den Stadtschulrat ins Rennen zu schicken. Sie nominierten mit grosser Mehrheit Vreni Osterwalder, die bereits in den letzten vier Jahren erfolgreich in diesem Gremium mitwirkte.

Auch verabschiedet wurde die kumulierte Liste für die Kantonsratswahlen vom 23. September mit insgesamt 14 Kandidierenden, darunter alle bisherigen Kantonsräte.

Diskussionslos wurde zudem die Revision der Finanzordnung der SP Stadt Schaffhausen abgesegnet, die ein etwas modifiziertes System für die Erhebung der Mitgliedsbeiträge enthält. Neu wird es in der SP Stadt Schaffhausen den Status des Sympathisanten oder der Sympathisantin geben. Diese zahlen nur einen jährlichen moderaten Solidaritätsbeitrag, haben aber keinerlei statutarische Rechte.

Anja Marti-Jilg

 

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„JA – Rhybadi für alli“

„JA – Rhybadi für alli“

Von Urs Tanner – Überparteiliches Komitee
Mit Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass die SP der Stadt Schaffhausen an Ihrer gut besuchten Parteiversammlung
vom 3.5.12 mit sehr grosser Mehrheit (31 zu 3) die Vorlage Rhybadi unterstützt.


Die vorgetragenen Argumente waren also absolut überzeugend:

Die Vorlage ist die Umsetzung des Rhyufer-Mitwirkungsprozesses

Der Mitwirkungsprozess Rhyufer hat gezeigt: Auf Platz 1 der Wunschliste war die Sanierung der Rhybadi. Sie soll eine Beiz erhalten und aufgewertet werden. Die jetzige Vorlage macht genau das! Sanfte Sanierung und eine Beiz, in der man auch mal abends ein Glas Wein trinken kann. Bereits heute gibt es viele Interessenten, die sich für einen Betrieb des Rhybadi-Bistros interessieren. Die Rhybadi kann eine lässige Alternative zum Güterhof werden.

Der besondere Charakter der Rhybadi bleibt erhalten
Die Rhybadi ist einmalig in der Schweiz. Durch die sanfte Sanierung bleibt der Charakter erhalten. Die bisherigen Badegäste können weiterhin schwimmen gehen und neu soll man in einer gemütlichen Beiz die Rhybadi noch mehr geniessen können.
Die bestehenden Dusch- und WC-Anlagen entsprechen nicht mehr dem Zeitgeist und werden saniert. Das ist dringend nötig.

Die veraltete Sauna wird ersetzt
Bereits heute gibt es in der Rhybadi eine Sauna. Diese wird vor allem im Winter von einigen wenigen Leute benutzt. Diese Sauna und der dazugehörige Ruheraum wird ersetzt. Ein Saunagang in der Rhybadi im Winter wird zu einem ganz speziellen Erlebnis.

Der Flohmarkt wird verschwinden
Die heutige Rhybadi wird unter anderem für einen Flohmarkt gebraucht. Das wirkt eher abstossend. Dieser Flohmarkt wird verschwinden. Die Rhybadi wird so verschönert und bietet mehr Lebensqualität.

Altes und Neues kann weiterhin nebeneinander existieren
Die Rhybadi wird sanft saniert und soll neue Leute anziehen. Die bisherigen Badegäste sind kaum tangiert, aber für viele Schaffhauserinnen und Schaffhauser wird die Rhybadi ein neuer Anziehungspunkt am Rhein. Packen wir diese Chance!

Urs Tanner

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Ja zur Rhybadi für alle!

Ja zur Rhybadi für alle!

Komitee, Urs Tanner - Ueberparteiliches Komitee JA – Rhybadi für alli - Am 17. Juni findet die Abstimmung über die Zukunft unserer Rhybadi statt.

Personen aus SVP, AL, SP, FDP, CVP, OeBS und EVP haben deshalb ein Komitee gegründet. (Co-Präsidium bestehend aus Gädi Distel, CVP; Simon Stocker, AL; Urs Tanner, SP; Sepp Eugster, SVP; Thomas Hauser, FDP; Alfons Cadario, EVP; Katrin Bernath, OeBS und Casimir Fürer, JUSO).

  • Wir sind der Meinung, dass unsere einmalige Rhybadi so bleiben soll wie sie ist.
  • Allerdings befürworten wir die sanften Massnahmen, welche die Rhybadi öffnet, modernisiert und wieder attraktiver machen soll.
  • Wir sind der Meinung, dass ein neues Konzept, Oeffnungszeiten von April bis Oktober und die Möglichkeit der Zugänglichkeit des Bereichs der Kinderhägli im Frauenbad als Kultur- und Beizenort toll wären.
  • Ausserdem respektieren wir mit der Unterstützung dieser Vorlage die 90 Personen, welche die Ideen zur Rhybadi im Mitwirkungsprozess Rheinuferattraktivierung so gefordert haben.

Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung.

Für das Komitee Ja – Rhybadi für alli

Urs Tanner

Ueberparteiliches Komitee JA – Rhybadi für alli

c/o Alfons Cadario, Talstrasse 56, 8200 Schaffhausen
e-mail: info@rechtsberatung-tanner.ch
Spenden: Ersparniskasse Schaffhausen, PC-Konto 82-1-7
Kontonummer: 16 0.324.662.00
IBAN: CH15 0683 5016 0324 6620 0

Laden sie den Unterstützungsbrief herunter zum ausfüllen, ausdrucken, mailen oder versenden: -> UnterstützungsbriefRhybadi2

 

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Atommüll-Lager Südranden: Dieser Marschhalt ist zwingend!

Atommüll-Lager Südranden: Dieser Marschhalt ist zwingend!

Medienmitteilung: Stellungnahme zu Forum VERA gegen den Marschhalt der Regionalkonferenz Südrandes von Martina Munz, Kantonsrätin -

Die Regionalkonferenz Südranden hat beschlossen einen Marschhalt einzulegen.  Das Forum Vera protestiert. Es behauptet der Marschhalt schwäche die Position der Region. Aber genau das Gegenteil ist der Fall!

Die Nagra schlägt Oberflächenstandorte für das Atommüll-Lager vor, die alle über grossen Grundwasservorkommen liegen. Der ehemalige Präsident der eidg. Kommission für die Sicherheit der Kernanlagen (KSA) und Atommüll-Experte Walter Wildi, geistiger Vater des heute geltenden Schweizer Endlagerkonzepts, verurteilt diese Standortwahl auf schärfste. Er hat uns KonferenzteilnehmerInnen in seinem Referat die bereits erkannte Problematik erneut in aller Deutlichkeit aufgezeigt. Grundwasser ist unsere Lebensgrundlage. Grundwasserschutz hat oberste Priorität. Ein Störfall kann verheerende Auswirkungen haben. Nach Wildi ist es sehr schwierig Bauwerke unterhalb wasserführender Gesteinsschichten auf Dauer trocken zu halten. Der Eintritt von Wasser in das Atommüll-Lager hätte für die Region katastrophale Wirkung.  Kritik ist aus seiner Sicht auch dringend nötig bezüglich der Nähe des Standortes zur Stadt Schaffhausen. Ein Atommüll-Lager und die Oberflächenanlage dürften niemals im engen Perimeter eines so dicht besiedelten Gebietes zu stehen kommen.

Zwar sollte das ENSI (Eidg. Nuklearinspektorat) die Arbeit der Nagra kritisch beurteilen. Damit konfrontiert versuchte der anwesende ENSI Vertreters Vergleiche mit sogenannt gutfunktionierenden Erzminen in Kanada, Brasilien und Indonesien zu argumentieren. Zu überzeugen vermochte dies nicht. Entrüstung löste seine Aussage aus, wonach sich das ENSI bisher noch gar nicht vertieft mit den vorgeschlagenen Oberflächenstandorten befasst habe.

In dieser Situation ist ein Marschhalt erst recht zwingend und die einzig richtige Lösung. Wir stehen keineswegs unter Zeitdruck. Bis der erste Atommüll vergraben werden soll, vergehen noch Jahrzehnte. Die sicherheitsrelevanten Fragen müssen wir jetzt stellen und sie müssen jetzt und vor weiteren Entscheiden beantwortet werden. Wir wollen dazu auch kompetente zweit- und Drittmeinungen erhalten. Die Vertreter des Forum Vera in der Regionalkonferenz sind genauso in der Pflicht und dürfen sich diesen Fragen nicht verschliessen. Die Nagra hat ihre zwar ihre Arbeit abgeliefert, sie wird aber von einem ausgewiesenen Atommüll-Experten als unbrauchbar zurückgewiesen! Das ist ganz und gar kein Vertrauensbeweis. Die Regionalkonferenz nimmt Verantwortung wahr für die Region. Sie darf nicht blindlings den Tango spielen, wenn das Schiff nicht auf sicherem Kurs ist.

Martina Munz, Kantonsrätin

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Werner Bächtold als Kandidat für die Regierungsratswahlen nominiert

Werner Bächtold als Kandidat für die Regierungsratswahlen nominiert

Medienmitteilung (SP/va) - Als zweiter Kandidat für den Regierungsrat wurde Werner Bächtold einstimmig von der SP der Stadt Schaffhausen zuhanden der Kantonalpartei nominiert. Werner Bächtold hat zehn Jahre lang als Real- und Primarlehrer unterrichtet. Seit sechs Jahren arbeitet er als Projektleiter im Departement Schule und Sport in Winterthur. Im Kantonsrat ist er seit 2004 Mitglied, seit dieser Legislatur als Fraktionspräsident und Mitglied der GPK. Engagiert und kompetent vertritt er die Anliegen eines grossen Teils der Bevölkerung. Seine Schwerpunkte sind Bildung, Finanzen und Soziales. Gerne möchte er mehr politische Verantwortung übernehmen. Mit Lust auf den Wahlkampf und mit intakten Chancen strebt er das Amt als Regierungsrat an. Mit Werner Bächtold hat die SP der Stadt Schaffhausen einen persönlich, fachlich und politisch ausgewiesenen Kandidaten für den Regierungsrat nominiert.
An der gutbesuchten Generalversammlung wurden auch die Statuten revidiert. Neu können Mitglieder der Jusos bis zum 25. Altersjahr beitragsfrei Mitglied der SP werden. Als Präsident der Sektion SP Stadt wurde Andres Bächtold unter lang anhaltendem Applaus wiedergewählt. Als Vizepräsident wurde Severin Müller neu gewählt und Roger Windler als Finanzverantwortlicher bestätigt. Mit den neuen und bisherigen Mitgliedern des Vorstandes ist die Sektion auf das bevorstehende Wahljahr bestens vorbereitet.

Schaffhausen, 18.3.2010

Verena Anliker

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Lärm um stille Wahlen

Lärm um stille Wahlen

Medienmitteilung von Andres Bächtold – In diversen Berichterstattungen, zuletzt mit dem Kommentar von Robin Blanck in den
Schaffhauser Nachrichten vom 25. Februar, wurde unterstellt, die Parteispitzen hätten
versucht, mit Mauscheleien eine demokratische Wahl des Stadtschulrates zu
umgehen. Da die SP die Parteienabsprache initiiert hat liegt uns daran, das richtig
zu stellen. Als Folge der letzten – demokratischen – Volkswahl, sind im aktuellen
Gremium zwei grosse Parteien nicht vertreten. Der Stadtschulrat ist ein wichtiges
Gremium, in welchem lösungsorientiert, zielgerichtet und mit grosser Konsensbereitschaft
gearbeitet werden muss, um den diesem Gremium übertragenen Aufgaben
gerecht zu werden. Parteizugehörigkeit spielt also eine zweitrangige Rolle, da insbesondere,
wie das Robin Blanck richtig feststellt, Zeit, Kompetenz und Integrität der
Mitglieder zentral sind, um auch im konfliktträchtigen Spannungsfeld Schule, Kind
und Elternhaus zu bestehen. Das bedingt aber auch, dass möglichst alle Bevölkerungskreise
in diesem Gremium vertreten sind, was z. B. durch adäquate Vertretung
aller wichtigen Parteien gewährleistet wäre – was jetzt eben nicht der Fall ist. Volkswahl
garantiert also keineswegs, dass schlussendlich die besten Kandidierenden
gewählt werden und das Gremium so zusammengesetzt ist, dass sich alle interessierten
Kreise gleichermassen vertreten fühlen. Da die SP im aktuellen Schulrat die
grösste Vertretung stellt war es ein Gebot urdemokratischer Grundregeln, dass wir
auf die andern Parteien zugehen und das Gespräch suchen. Das mit dem Ziel, im
künftigen Stadtschulrat alle grossen Parteien einzubinden. Das hätte gleichzeitig
auch den Vorteil, dass am Ende eines anstrengenden Wahljahres ein weiterer Wahlgang,
welcher die Wahlberechtigten erfahrungsgemäss nicht mehr sonderlich interessiert,
überflüssig wäre. Das würde den Wahlberechtigten einen weiteren Urnengang
ersparen und die sowieso stark beanspruchten Parteiressourcen etwas entlasten
– und nicht zuletzt auch die Stadtkasse. Die wohl einzigen Profiteure einer unnötigen
Wahl sind neben dem Druckereigewerbe insbesondere die Printmedien, welche
sich einige zusätzliche Inserate versprechen können.
Die Absprache um die Stille Wahl des Stadtschulrates ist jetzt gescheitert. Wir freuen
uns deshalb auf einen wie immer engagierten, lebendigen und fairen Wahlkampf,
welchen wir nicht zu scheuen brauchen.
Andres Bächtold
Präsident

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SP Stadt Schaffhausen:  Beide Stadträte treten wieder an, ja zu Erweiterung IWC und erneuerbaren Energien

SP Stadt Schaffhausen: Beide Stadträte treten wieder an, ja zu Erweiterung IWC und erneuerbaren Energien

Medienmitteilung SP Stadt von Anja Marti-Jilg - In grosser Einmut absolvierten die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei der Stadt Schaffhausen letzte Woche ihre Parteiversammlung. Das Programm war reich befrachtet, aber da es wenig Diskussionen und Fragen gab, ging das Ganze zügig über die Bühne.

Die Mitglieder hatten als erstes darüber zu befinden, ob sie die beiden bisherigen Stadträte Peter Neukomm und Peter Käppeler wieder ins Rennen schicken wollten. GegenkandidatInnen hatten sich keine gemeldet, so dass die Chancen der beiden bisherigen SP-Stadträte mehr als intakt waren. Dennoch liessen es sich die beiden „Kandidaten“ nicht nehmen, ihre Leistungen der vergangenen Amtsjahre Revue passieren zu lassen und sich selber für eine Wiederwahl zu empfehlen.

Beide beteuerten trotz der nicht unerheblichen Belastungen, die das Amt für sie selber und für ihre Familien mit sich bringe, Freude an der Arbeit zu haben und  hoch motiviert in die nächste Amtszeit zu starten. Beide betonten, dass angesichts des permanenten Spardrucks die Arbeit nicht leichter werde, zumal in beiden Ressorts wichtige Investitionen anstünden.

Beide Kandidaten wurden per Akklamation von den Mitgliedern bestätigt. Sie werden also zu den Stadtratswahlen wieder antreten.

Auch die Präsidentin des Stadtschulrats Kathrin Huber Ott empfahl sich zur Wiederwahl, deutete allerdings in ihrer kurzen Ansprache an, dass sie nicht versprechen können, das Amt nochmals vier Jahre auszuüben, falls die geleiteten Schulen wieder vom Volk abgelehnt würden. Zum Abschluss der Sitzung erhielt die amtierende Stadtschulratspräsidentin nochmals die Gelegenheit, die Parteimitglieder für die Annahme der geleiteten Schulen zu motivieren und um Unterstützung in diesem Abstimmungskampf zu bitten. Auch Kathrin Huber Ott wurde per Akklamation als Kandidatin bestätigt.

Weiterhin hatten die Mitglieder über zwei städtische Abstimmungsthemen zu befinden. Stadtrat Peter Käppeler stellte die geplante „Standorterweiterung IWC Schaffhausen sowie Ersatzbau Kulturgüterdepot Museum, Anpassung Kammgarn“ trotz ihrer Komplexität so knapp und klar da, dass kaum Fragen offen blieben. Auch hier stimmten die Mitglieder mit einer Enthaltung einer Annahme der Vorlage zu.

Ebenso widerstandslos ging die Abstimmung über den Rahmenkredit über 25 Millionen Franken für erneuerbare Energien über die Bühne. Wenig überraschend, denn Fraktionschef Urs Tanner, der diese Vorlage präsentierte, stellte gleich zu Anfang klar, dass es sich dabei um „unser Baby“ handelte. Ausserdem hatte selbst der Grosse Stadtrat in seltener Einmut die Vorlage mit 28:0 Stimmen zur Annahme empfohlen. Die 25 Millionen Franken sollen dabei helfen, dass angepeilte Ziel von 90% Anteil erneuerbarer Energie bei der Stromproduktion der städtischen Werke bis ins Jahr 2025 zu erreichen und damit langfristig den Ausstieg aus der Atomenergie zu ermöglichen.

Anja Marti-Jilg

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Solarkataster

Solarkataster

Kleine Anfrage von Grossstadtrat Urs Tanner -

Online – Solarkataster

Sehr geehrte Frau Stadträtin
Sehr geehrter Herr Stadtpräsident
Sehr geehrte Herren Stadträte

Wie Sie bestimmt wissen, haben einige Gemeinden und Städte der Schweiz Online – Solarkataster aufgeschaltet.
Solarkataster sind Landkarten, die Bauherren zeigen, ob und wie gut sich ihre Dachflächen für die Installation von Solaranlagen eignen. Ein Solarkataster beinhaltet für jede Dachfläche die Ausrichtung, Neigung und Einstrahlung sowie das Potential für die Produktion von Sonnenenergie.

Mit Hilfe eines Solarkatasters im Internet können Hauseigentümer zum Beispiel neu in Basel mit wenigen Clicks in Erfahrung bringen, wie geeignet ein Hausdach für eine Photovoltaik-Anlage ist. Der Online-Kataster nennt für jedes Dach die mögliche Solarstromproduktion. Auch St. Gallen, Locarno und andere Gemeinden haben diese simple und doch effektive Massnahme schon ergriffen.

Frage:
Könnte sich der Stadtrat vorstellen, auch in der Stadt Schaffhausen möglichst bald ein solches Online – Solarkataster aufzuschalten?

Ich freue mich auf baldige Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Tanner

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Autofreier Sonntag

Autofreier Sonntag

Sozialdemokratische Partei Urs Tanner
Stadt Schaffhausen Grossstadtrat
www.sp-sh.ch Webergasse 17
Grossstadtratsfraktion 8200 Schaffhausen

Präsident des Grossen Stadtrates
Herr Edgar Zehnder
Breitenaustrasse 150
8200 Schaffhausen

Schaffhausen, den 6.12.11

Sehr geehrter Herr Präsident

Die Unterzeichnenden ersuchen Sie höflichst, den nachfolgenden Vorstoss auf die Traktandenliste des Grossen Stadtrates aufzunehmen:
Postulat: Autofreier Sonntag in der Stadt Schaffhausen

Am 3. Juli 2011 erhielt die Bevölkerung der Stadt Bern anlässlich eines autofreien Sonntags ausgewählte Plätze und Strassen einen Tag lang zur autofreien Nutzung zurück. Ein umfangreiches Rahmenprogramm thematisierte die Mobilität in ihren verschiedenen Facetten und bot Erlebnisse für die ganze Familie.

So eine autofreie Insel einmal im Jahr würde auch der Umweltstadt Schaffhausen gut anstehen; wäre es doch sowohl touristisch attraktiv wie auch ein grosser Gewinn für die Bevölkerung.

Einen solchen Tag könnte man sowohl im Rahmen des slow-up, aber auch eigenständig durchführen.

Der Stadtrat wird daher gebeten, dem Grossen Stadtrat Bericht und Antrag betreffend folgendem Anliegen vorzulegen:

Die Stadt Schaffhausen organisiert jährlich einen autofreien Sonntag auf ausgewählten Strassen und Plätzen.

die Postulantinnen und Postulanten

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