Medialer AHV-Alarmismus?

Kantonsrätin Irene Gruhler Heinzer zur Abstimmung – Nun sollen die Frauen, mit der Erhöhung des AHV-Alters -und alle andern, mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer, helfen die anscheinend «düstere» Zukunft der AHV zu sanieren. Warum geht das so nicht? Frauen haben insgesamt 40% tiefere Renten als Männer, weil sie weniger verdienen und häufiger Teilzeit arbeiten um sich mehr um Haushalt und Familie zu kümmern. Ihre tieferen Renten würden dann noch zusätzlich durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer entwertet. Muss denn die AHV überhaupt dringend auf dem Buckel der Frauen saniert werden? Im Mai hat das Bundesamt für Sozialversicherungen seine Finanzperspektiven für die AHV korrigiert. Das Umlageergebnis von den Beschäftigten zu den Rentner*innen – also die Einzahlungen minus die Ausgaben – lag 2021 um 880 Mio im Plus! Später als bisher angenommen, nämlich frühstens im Jahr 2029 würde das Ergebnis ins Negative geraten. Der AHV-Fonds, der die gesamten Rentenausgaben für ein Jahr sichern soll, liegt auf einem Hoch von fast 50 Milliarden Franken. 
Also, es liegt ein Rekordergebnis des AHV-Fonds vor, die AHV ist finanziell stabil und die Finanzperspektiven konnten korrigiert werden. Warum dann die Hektik eine AHV-Sanierung auf dem Buckel der Frauen auszutragen? Der Ständerat hätte in der zweiten Septemberwoche eine Vorlage beraten müssen, wie er in der beruflichen Vorsorge mit den Renten betr. tiefe Einkommen, zumeist von Frauen, verfahren wird. Nicht gerade geschickt wurde dieses wichtige Geschäft vertagt. Wo ist der Wille für Frauen eine bessere Lösung zu suchen? Schicken wir die Vorlage mit 2 mal NEIN zum AHV-Abbau zurück nach Bern. Wir erwarten eine gerechtere Lösung zur Sicherung der Renten für ALLE!

Irene Gruhler Heinzer

Stadträtin Stein am Rhein

Kantonsrätin

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